Organisation erdölexportierender Länder
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) wurde 1960 gegründet, hat ihren Sitz in Wien und vereint Staaten, die über rund 80 Prozent der weltweiten Ölvorkommen verfügen und etwa 40 Prozent des globalen Rohöls produzieren. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Erdölpolitik ihrer Mitglieder zu koordinieren und als Quotenkartell die Rohölförderung so zu steuern, dass die Ölpreise auf dem Weltmarkt stabilisiert oder in einen gewünschten Zielkorridor gebracht werden. Allerdings weicht die Praxis manchmal von der Theorie ab: So verfolgte Saudi-Arabien in den 1980er-Jahren eine eigene Preispolitik, die zur Krise 1986 führte, und Indonesien trat 2009 aus, nachdem es wegen sinkender eigener Förderung zum Netto-Importeur geworden war. Die Mitgliederzahl schwankt daher ständig – aktuell (Stand 2026) gehören der OPEC elf Staaten an, während u.a. Katar (2019), Ecuador (2020) und Angola (2023) austraten, aber Gabun (2016) und Ecuador (2007) zurückkehrten. Wichtig ist die Abgrenzung zur 1968 gegründeten OAPEC, einer rein arabischen Erdöl-Organisation, mit der die OPEC personell überlappt, aber nicht identisch ist.
Source: Organisation erdölexportierender Länder — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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