Jüngstes Gericht
Das Jüngste Gericht ist die endzeitliche Vorstellung der abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) von einem abschließenden göttlichen Gericht über alle Lebenden und Toten, das eng mit der Idee der Auferstehung verknüpft ist. Seine Wurzeln liegen im Zoroastrismus, im babylonischen Gottkönigtum und in altägyptischen Jenseitsvorstellungen, während das Judentum die Idee eines „Tages des Herrn“ als prophetischen Topos prägte. Im Neuen Testament schildert das Matthäusevangelium (Kapitel 25) Jesus als Richter, der die Menschen nach ihren Taten an den „geringsten Brüdern“ trennt, und die Offenbarung des Johannes beschreibt das Gericht am Ende der tausendjährigen Herrschaft. Der im 7. Jahrhundert entstandene Koran macht das Gottesgericht zum Kernbestandteil des islamischen Bekenntnisses, und im mittelalterlichen Europa prägte die ständige Erwartung des nahen Weltendes den Alltag der Menschen. Insgesamt verbindet das Jüngste Gericht die Idee der göttlichen Gerechtigkeit mit der Hoffnung auf Erlösung und der Furcht vor ewiger Verdammnis.
Source: Jüngstes Gericht — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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