Thronfolge (Norwegen)
Die gesetzliche Thronfolge Norwegens wird durch Artikel 6 der Verfassung festgelegt, doch ihre Geschichte zeigt einen faszinierenden Wandel von einer wahlähnlichen Volksbestätigung hin zu strengen Erbregeln. Ursprünglich konnten mehrere Söhne gleichzeitig herrschen und mussten erst durch das Volk auf einem Thing akzeptiert werden; erst im 11. Jahrhundert versuchte Sigurd Jórsalafari das Einkönigtum durchzusetzen, was jedoch schwere Bürgerkriege auslöste. Ein Kirchengesetz von 1163 bevorzugte zwar den ältesten ehelichen Sohn, doch erst 1260 etablierte sich das Erstgeburtsrecht dauerhaft – wobei uneheliche Söhne entgegen kirchlicher Forderungen noch lange erbberechtigt blieben. Ein bedeutsamer Schritt erfolgte 1302 unter König Håkon V., der durch die Einbeziehung der Söhne seiner Töchter die Thronfolge erstmals für weibliche Linien öffnete. Im Spätmittelalter wurde die strenge Reihenfolge dann gebrochen: Nach dem Tod Olav Håkonssons wurde Margarethe I. 1388 zur mächtigen Regentin gewählt, womit die Erbfolge fortan von ihr aus neu berechnet wurde.
Source: Thronfolge (Norwegen) — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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