Bundestrainer (DFB)

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bezeichnet seine Nationaltrainer als „Bundestrainer" (vor 1945 „Reichstrainer"), wobei der erste Amtsträger Otto Nerz war, der 1926 berufen wurde. Grundsätzlich benötigt der Verantwortliche eine Trainerlizenz, andernfalls trägt er den Titel „Teamchef", wie es bei Franz Beckenbauer oder Rudi Völler der Fall war, und obwohl die deutsche Staatsangehörigkeit nicht zwingend erforderlich ist, gab es bislang noch nie einen ausländischen Trainer. Entlassungen durch den DFB sind äußerst selten – bisher wurden nur Steffi Jones und Hansi Flick (2023) entlassen, während andere wie Joachim Löw oder Berti Vogts nach schwachen Turnierleistungen selbst zurücktraten. Bei den Männern halten Helmut Schön (meiste WM-Spiele und -Siege, Weltrekord) und Joachim Löw (meiste EM-Spiele und -Siege) die bedeutendsten Rekorde. Bei den Frauen sticht Silvia Neid hervor: Sie ist weltweit die einzige Trainerin, die Kontinental- und Weltmeisterschaft sowie Olympiasieg gewann, und hält mit 280 Einsätzen als Spielerin und Trainerin zugleich den Rekord. Darüber hinaus sind besondere Anekdoten wie die acht Auftaktsiege von Hansi Flick oder die Altersrekorde von Otto Nerz (jüngster) und Erich Ribbeck (ältester) fester Bestandteil der Historie.