Walter Tresch

Walter Tresch (4. Mai 1948 in Bristen – 29. August 2026) war ein Schweizer Skirennfahrer, der im Weltcup insgesamt vier Rennen gewann: eine Abfahrt und drei Kombinationen. Sein erster und wohl spektakulärster Sieg gelang ihm 1971 bei der Ersatz-Abfahrt in St. Moritz, wo er mit Startnummer 39 von einer schnelleren Piste profitierte – die Fotografen, die den Sieg von Bernhard Russi bereits für ausgemacht hielten und abgereist waren, mussten umkehren, woraufhin Tresch für sie ein zweites Mal über den Zielsprung fuhr. Bei den Olympischen Spielen 1972 in Sapporo gewann er Silber in der Kombination, was damals jedoch nicht als olympische Medaille zählte, und 1976 wurde er Erster der inoffiziellen Gesamtwertung in dieser Disziplin. Zudem feierte er im Dezember 1976 einen Sieg im Parallelslalom gegen Ingemar Stenmark und erreichte bei den Spielen 1976 in Innsbruck einen vierten Platz im Slalom. Neben dem Sport führte er eine Einzelfirma für Wein und Sportartikel; nach ihm ist eine Sportförderungsstiftung in Silenen benannt, und er lebte zuletzt in Lantsch/Lenz.