Sommer

Der Sommer ist die wärmste der vier Jahreszeiten und entsteht durch die 23,4°-Neigung der Erdachse, wodurch Nord- und Südhalbkugel abwechselnd zur Sonne geneigt sind. Astronomisch beginnt er mit der Sommersonnenwende (20.–22. Juni auf der Nordhalbkugel, 21./22. Dezember auf der Südhalbkugel) und endet mit der Tagundnachtgleiche; dabei ist der Nordsommer mit 186 Tagen etwas länger als der Südsommer mit 179 Tagen. Meteorologisch umfasst der Nordsommer die Monate Juni bis August, während der phänologische Beginn regional stark abweichen kann – in Mitteleuropa liegt der Temperaturhöhepunkt etwa drei bis sechs Wochen nach der Sonnenwende, also Mitte bis Ende Juli. An den Polen herrscht während dieser Zeit der Polartag mit wochenlanger Mitternachtssonne. Kulturell ist der Sommer mit Bräuchen wie dem Johannisfeuer verbunden und gilt als Jahreszeit der Lebensfreude; er ist zudem ein beliebtes literarisches Thema, etwa in der 2000 erschienenen Sammlung „Immer wieder Sommer“ von Angela Hohmann mit Autoren wie Vladimir Nabokov und Ingeborg Bachmann.