Marcel Reif
Marcel Reif (geboren am 27. November 1949 als Marc Nathan Reif in Wałbrzych, Polen) ist ein Schweizer Sportjournalist, der vor allem als Fussball-Kommentator bekannt wurde. Seine bewegte Lebensgeschichte ist geprägt vom Holocaust: Während sein Vater von Berthold Beitz vor dem Zug ins KZ gerettet wurde, kamen viele Verwandte (inkl. des Grossvaters) ums Leben; 1956 emigrierte die Familie nach Israel, bevor sie über Tel Aviv nach Kaiserslautern zog, wo Reif beim 1. FC Kaiserslautern kicken lernte.
Nach einem abgebrochenen Studium begann er 1972 beim ZDF und kommentierte dort unter anderem das WM-Finale 1994. Ab der Saison 1994/95 wechselte er zu RTL, wo er als Chefkommentator die UEFA Champions League begleitete, bevor er 1999 zum Pay-TV-Sender Premiere (heute Sky) wechselte – dort blieb er bis zu seinem letzten Kommentatoreinsatz im Champions-League-Finale 2016. Legendär wurde seine berühmte Moderation mit Günther Jauch beim «Torfall von Madrid» im April 1998: Als ein Aluminiumtor abbrach und der Spielbeginn sich um 76 Minuten verzögerte, unterhielten sie das Publikum mit Anekdoten und witzigen Sprüchen wie «Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan wie heute».
Nach seiner Sky-Zeit war Reif unter anderem bei Sport1, für die EM 2016 auf Sat.1 und als Experte beim Schweizer Sender Blue+ tätig. Seit Februar 2020 betreibt er zudem den Podcast «Reif ist live» für die Bild-Zeitung. Mit seinen pointierten Analysen und seiner markanten Stimme gilt er als einer der prägendsten Fussballkommentatoren im deutschsprachigen Raum.
Source: Marcel Reif — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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