Dürre in Europa 1473
Die Dürre in Europa 1473 war eine über 14 Monate andauernde Hitze- und Trockenperiode von Januar 1473 bis Anfang März 1474 und gilt als die längste und am weitesten verbreitete ihrer Art im vergangenen Jahrtausend. Rekordtemperaturen ließen die Natur extrem früh erblühen – so blühten Kirschen in Basel bereits im Februar, und die Weinlese begann in Metz und Beaune schon im August, wodurch die Vegetation insgesamt vier bis fünf Wochen zu früh war. Die Trockenheit war extrem: In Zierikzee fiel von Mai bis Oktober kein Regen, in Basel neun Wochen lang, und in der Poebene bei Modena regnete es fast die gesamten 14 Monate kaum. Selbst der darauffolgende Winter blieb in Mitteleuropa schneefrei, bis einsetzende Schneefälle am 2. März 1474 die Warmperiode schließlich beendeten. Mithilfe der historischen Klimatologie (Dokumente, Baumringe und Stalagmiten) rekonstruierten Forscher den Verlauf; die Dürre gilt als Höhepunkt einer Serie warmer Winter und trockener Sommer, die durch ausgetrocknete Böden verstärkt wurde.
Source: Dürre in Europa 1473 — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German