Richard von Weizsäcker
Richard von Weizsäcker (1920–2015) war ein bedeutender deutscher Politiker der CDU, der von 1981 bis 1984 als Regierender Bürgermeister von West-Berlin und anschließend von 1984 bis 1994 als sechster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland amtierte.
Berühmt wurde er durch seine Ansprache zum 40. Jahrestag des Kriegsendes im Jahr 1985, in der er den 8. Mai 1945 als „Tag der Befreiung“ würdigte und damit einen Paradigmenwechsel in der deutschen Vergangenheitspolitik einleitete. In seiner zweiten Amtszeit wurde er 1990 das erste Staatsoberhaupt des wiedervereinten Deutschlands.
Er entstammte der adeligen Familie Weizsäcker; sein älterer Bruder war der berühmte Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker. Nach dem Abitur 1937 in Berlin war Weizsäcker als Fähnleinführer der Hitlerjugend aktiv, wurde 1938 zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und nahm als Soldat des Potsdamer Infanterie-Regiments 9 am Überfall auf Polen 1939 teil. Seine politische Karriere und moralische Autorität prägten die Bundesrepublik nachhaltig.
Source: Richard von Weizsäcker — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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