H. M. Gehrckens

Die H. M. Gehrckens Reederei wurde um 1830 von Heinrich Martin Gehrckens (H.M.G. I) in Hamburg gegründet und entwickelte sich von einer kleinen Segelschiffsflotte zu einer bedeutenden Linienreederei, die vor allem im Nord- und Ostseeraum verkehrte. Unter H.M.G. II erfolgte der konsequente Umstieg auf Dampfschiffe, wodurch feste Liniendienste zwischen Deutschland, Schweden und Finnland etabliert wurden. Nach der Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals 1895 spezialisierte sich die Reederei unter H.M.G. III auf das lukrative Durchfrachtengeschäft, das Waren wie Kaffee, Eisen und Butter quer durch Europa transportierte. Nach den schweren Verlusten im Ersten Weltkrieg und dem Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg gelang dem Unternehmen 1947 mit der Rückerhaltung der "Söderhamn" ein symbolträchtiger Start, da dieses Schiff damals das größte verbliebene deutsche Handelsschiff war. 1949 baute Gehrckens mit der "Brook" den ersten deutschen Frachtschiffneubau der Nachkriegszeit und expandierte anschließend mit neuen Liniendiensten nach Nordwestafrika sowie einem speziellen Fruchtdienst aus Spanien. Mitte der 1950er Jahre umfasste die Flotte 14 Schiffe mit rund 29.510 Tonnen Tragfähigkeit, bevor die Reederei ihren Betrieb später einstellte.