Metropolregion Rhein-Neckar

Die Metropolregion Rhein-Neckar ist ein länderübergreifender Verdichtungsraum im Dreiländereck von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen, der rund 2,4 Millionen Einwohner umfasst und seit 2005 offiziell als Europäische Metropolregion gilt. Benannt nach den Flüssen Rhein und Neckar, bilden die Großstädte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg das Zentrum, wobei die Region historisch eng mit der Kurpfalz verbunden ist und sich trotz der Ländergrenzen durch eine starke soziokulturelle Identität auszeichnet. Wirtschaftlich ist die Region ein bedeutender Standort mit Weltkonzernen wie BASF in Ludwigshafen und SAP in Walldorf, die zusammen mit weiteren Firmen für fast eine Million Beschäftigte sorgen (2025: 988.569 Erwerbstätige bei einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent). Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit begann bereits 1951 mit der Gründung der „Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Rhein-Neckar", gefolgt von ersten Staatsverträgen und der Einrichtung eines Raumordnungsverbands im Jahr 1970. Ein entscheidender Impuls kam 2003 durch den BASF-Manager Eggert Voscherau, dessen Initiative maßgeblich zur offiziellen Ernennung zur Metropolregion im Jahr 2005 beitrug und die regionale Entwicklung bis heute prägt.