Rechtsrheinische Stadtteile von Mainz
Die sechs rechtsrheinischen Stadtteile von Mainz – Amöneburg, Kastel, Kostheim, Bischofsheim, Gustavsburg und Ginsheim – wurden zwischen 1908 und 1930 eingemeindet und machten über die Hälfte des Stadtgebiets aus, obwohl dort nur ein Fünftel der Bevölkerung lebte. Historisch eng mit Mainz verbunden, etwa durch den Brückenkopf Kastel und die chemische Industrie in Amöneburg, wurden sie nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Grenze zwischen der amerikanischen und französischen Besatzungszone entlang des Rheins von der Stadt getrennt. Während das linksrheinische Mainz dem neuen Land Rheinland-Pfalz zugeordnet wurde, verblieben die sechs Stadtteile beim heutigen Hessen. Heute gehören die drei nördlich des Mains gelegenen Orte (Amöneburg, Kastel, Kostheim) zur Stadt Wiesbaden, während die drei südlichen (Bischofsheim, Gustavsburg, Ginsheim) im Landkreis Groß-Gerau liegen. Die einstige Landesgrenze zwischen Hessen und Preußen ist in Amöneburg noch heute am Verlauf der Albertstraße erkennbar, wo einst die Chemiewerke Kalle und Albert getrennt waren.
Source: Rechtsrheinische Stadtteile von Mainz — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German