Ginsheimer Altrhein

Der Ginsheimer Altrhein, früher auch Langenauer Rhein genannt, ist ein 6,3 Kilometer langer alter Rheinarm zwischen der Nackenheimer Schwelle und der Mainmündung, der bei Rheinkilometer 487,0 abzweigt und oberhalb der Weisenauer Brücke wieder in den Hauptstrom mündet. Ein Leitwerk mit einem Gefälle von etwa 50 Zentimetern reguliert den Wasserfluss, wobei der Altrhein oberhalb von Ginsheim unter Naturschutz steht und ab dem 15. April für zwei Monate wegen der Brutzeit für Wasserfahrzeuge gesperrt ist. Ab Ginsheim ist der Fluss künstlich vertieft und für Motorboote befahrbar, während die ersten zwei Kilometer zur Verlandung neigen und bei Niedrigwasser trockenfallen. Historisch prägten bis zu 21 Schiffmühlen und die mittelalterliche Böhmische Burg Astheim die Region, und heute mündet der Schwarzbach als Hauptzufluss ein, der das Gebiet von Frankfurt bis Darmstadt entwässert. Die vom Altrhein gebildete Insel trägt die Namen Langenau (Süden) und Nonnenaue (Norden), die per Seilfähre Johanna erreichbar ist, und der Gewässerabschnitt bietet Lebensraum für zahlreiche Fischarten wie Hecht, Karpfen, Wels und Zander.