Marek Petrusewicz
Der polnische Brustschwimmer Marek Petrusewicz (geboren am 22. Januar 1934 in Wilna, gestorben am 3. Oktober 1992) stellte 1953 und 1954 in Breslau zwei Weltrekorde über 100 Meter Brust auf (1:10,90 min und 1:09,80 min) und löste damit jeweils seinen großen Konkurrenten Wladimir Minaschkin ab. Bei den Schwimmeuropameisterschaften 1954 in Turin gewann er Silber über 200 Meter Brust, während er bei den Olympischen Spielen 1952 ohne Medaille blieb; zudem war er für seine extrem langen Tauchphasen bekannt, die zu Regeländerungen führten. Sein Leben wurde jedoch von der schweren Gefäßerkrankung Morbus Winiwarter-Buerger überschattet, die 1967 zur Amputation des ersten Beins führte, woraufhin er noch an Behindertenwettkämpfen teilnahm. Nach seiner aktiven Zeit schloss er sich der Gewerkschaft Solidarność an und wurde im Dezember 1981 bei einer Demonstration von ZOMO-Angehörigen geschlagen und inhaftiert, was 1983 die Amputation des zweiten Beins nach sich zog. 1986 erlitt er einen Schlaganfall mit Lähmung und Sprachverlust, und sein Leben war zudem von Alkoholabhängigkeit geprägt; 1977 widmete ihm der Regisseur Filip Bajon den Film Rekord świata. Marek Petrusewicz starb am 3. Oktober 1992, ohne die späteren Erfolge seines Enkels Łukasz Wójt miterleben zu können.
Source: Marek Petrusewicz — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German