Schulanfänger

Ein Schulanfänger ist ein Kind, das im Alter von fünf bis sieben Jahren eingeschult wird und die erste Klasse der Grundschule besucht. In Deutschland legen die Bildungsministerien der Bundesländer die Einschulungskriterien fest, weshalb es keinen einheitlichen Standard gibt; auf Antrag der Eltern ist eine vorzeitige oder spätere Einschulung möglich. Umgangssprachlich existieren viele regionale Bezeichnungen wie i-Dötzchen (Rheinland), i-Männchen (Westfalen) oder Taferlklassler (Österreich). Der Name i-Dötzchen leitet sich vom ripuarischen Wort „Dotz“ (Punkt) ab, da früher der Buchstabe „I“ als erster in der Schreibschrift gelehrt wurde. In Schleswig-Holstein wurden die Kinder bis zur Verlegung des Schuljahresbeginns von April auf August im Jahr 1966 als Osterküken bezeichnet. Die veraltete Bezeichnung Abc-Schütze stammt vom Lernen des Abc, wobei die Herkunft des Wortteils „Schütze“ etymologisch unklar ist und auf drei Theorien (lateinisch „tiro“, fahrende Schüler oder militärischer Dienstgrad) zurückgeht.