Turkish-Airlines-Flug 1951

Am 25. Februar 2009 verunglückte eine Boeing 737-800 auf dem Turkish-Airlines-Flug 1951 etwa 1.500 Meter vor der Landebahn des Amsterdamer Flughafens Schiphol und zerbrach in drei Teile, ohne Feuer zu fangen. Bei dem als „Poldercrash“ bekannt gewordenen Unglück kamen neun Menschen ums Leben, darunter alle drei Piloten, während 120 Personen verletzt wurden. Die Maschine mit dem Kennzeichen TC-JGE war zuvor in Istanbul gestartet und befand sich im normalen Landeanflug, als ein defekter Funkhöhenmesser eine falsche Höhe von −8 Fuß anzeigte. Dies führte dazu, dass das Autoflight-System die Triebwerksleistung drosselte, woraufhin die Geschwindigkeit kritisch sank und die Piloten die Fehlfunktion zu spät erkannten. Nach einem Strömungsabriss stürzte das Flugzeug auf einen Acker bei Haarlemmermeer; die Ursache wurde im Abschlussbericht als Zusammenspiel aus technischem Defekt und mangelndem Situationsbewusstsein der Crew festgestellt. Der Unfall wurde später in der Dokumentarserie „Mayday – Alarm im Cockpit“ (Staffel 10) rekonstruiert.