Ketsch (Gemeinde)

Ketsch ist eine Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg und Teil der Metropolregion Rhein-Neckar. Geografisch liegt sie in der Oberrheinischen Tiefebene nahe dem Rhein, wo der Ketscher Altrhein sowie die Naturschutzgebiete Ketscher Rheininsel und Hockenheimer Rheinbogen wertvolle Lebensräume für seltene Vögel und Schmetterlinge bieten. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1150 zurück, als der Ort erstmals urkundlich erwähnt wurde und zunächst dem Bischof von Speyer gehörte, bevor der Besitz über das Kloster Maulbronn an das Speyerer Domkapitel fiel. Besonders bekannt ist Ketsch für die historische Rheinfähre (Ketscher Fahr), die bereits 1195 erwähnt wurde, sowie für die Sage um den Schultheißen Enderle, der sich im 16. Jahrhundert für die Bauernrechte einsetzte und seit 1950 alle zehn Jahre bei den Enderlefestspielen gefeiert wird. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Ketsch 1803 dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Heute prägen die naturnahen Rheinauen und die Nähe zu Städten wie Heidelberg und Mannheim das Bild der Gemeinde.