Bahnstrecke Berlin–Hamburg

Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg verbindet die Bundeshauptstadt Berlin über Wittenberge, Ludwigslust und Büchen mit Hamburg und ist als erste Bestandsstrecke Deutschlands für Geschwindigkeiten über 200 km/h ausgebaut worden. Von der Berlin-Hamburger Eisenbahn-Gesellschaft ab 1844 erbaut, konnte sie bereits am 15. Dezember 1846 eröffnet werden – damals die längste Fernbahnstrecke in den deutschen Ländern, wobei die erste Fahrt über neun Stunden dauerte und der Bau durch fünf souveräne Territorien führte. Seit dem 1. August 2025 ist die Strecke wegen einer umfassenden Generalsanierung komplett gesperrt; die geplante Fertigstellung hat sich allerdings verzögert. Eine erste Teilinbetriebnahme zwischen Hagenow Land und Hamburg ist zum 15. Mai 2026 geplant, die durchgehende Inbetriebnahme folgt zum 14. Juni 2026. Die vollständige Inbetriebnahme der modernen Leit- und Sicherungstechnik in den Zuläufen nach Berlin und Hamburg bleibt jedoch offen, da es im Abschnitt Berlin-Spandau bis Hagenow Land zu Verzögerungen bei Stellwerken und der Zugbeeinflussung kam. Historisch prägend war der erste Direktor Friedrich Neuhaus, der ab 1850 wirkte und das repräsentative Direktionsgebäude an der Invalidenstraße entwarf, in dem sich heute das Sozialgericht Berlin befindet.