IRIS-T
Die IRIS-T ist ein hochentwickelter Luft-Luft-Lenkflugkörper mit Infrarotsuchkopf, der von Deutschland unter der Führung von Diehl BGT Defence zusammen mit fünf Partnerstaaten entwickelt wurde. Die Entwicklung wurde maßgeblich durch die Erkenntnis nach der Wiedervereinigung ausgelöst, dass die sowjetische R-73-Rakete der damaligen westlichen AIM-9 Sidewinder in Reichweite und Manövrierfähigkeit weit überlegen war. Das Besondere an der IRIS-T ist ihre extreme Wendigkeit durch eine Schubvektorsteuerung, die es ihr ermöglicht, Ziele bis zu 45 Grad abseits der Flugachse zu erfassen und zu bekämpfen – eine Fähigkeit, die für den modernen Kurvenkampf entscheidend ist. Nach ersten erfolgreichen Testabschüssen von F-4-Kampfjets im Oktober 1996 wurde die Rakete ab 2005 bei der deutschen Luftwaffe eingeführt und ersetzte dort die veraltete Sidewinder. Später entwickelte man mit der IRIS-T SLM auch eine bodengestützte Variante, die sich im Ukraine-Krieg seit 2022 als äußerst wirksam bei der Abwehr russischer Luftangriffe erwiesen hat.
Source: IRIS-T — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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