Alois Brunner
Alois Brunner (1912–2001/2010) war ein österreichischer SS-Hauptsturmführer und einer der engsten Mitarbeiter von Adolf Eichmann. Als Leiter des SS-Sonderkommandos war er zwischen 1939 und 1945 maßgeblich für die Deportation von rund 128.500 Juden aus Wien, Berlin, Griechenland, Frankreich und der Slowakei in Konzentrations- und Vernichtungslager verantwortlich. Nachdem er 1942 Wien für „judenfrei“ erklärt hatte, setzte er seine verbrecherische Tätigkeit unter anderem in Saloniki und Paris fort, wobei er sich systematisch am Eigentum der Deportierten bereicherte. Nach dem Krieg gelang ihm die Flucht über verschiedene Stationen nach Syrien, wo er unter dem Schutz der Regierung in Damaskus lebte und mehrfach von westdeutschen Behörden gesucht wurde. Trotz internationaler Haftbefehle und Attentatsversuche des israelischen Geheimdienstes Mossad blieb er bis zu seinem Tod in Syrien unbehelligt. Brunner gilt als einer der meistgesuchten Nationalsozialisten, die nie für ihre Verbrechen zur Rechenschaft gezogen wurden.
Source: Alois Brunner — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German