Polizei Berlin

Die Polizei Berlin (bis 2021 offiziell „Der Polizeipräsident in Berlin") ist die Landespolizei der Bundeshauptstadt und wird derzeit von Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel geleitet, mit über 27.000 Beschäftigten und einem jährlichen Budget von fast 2 Milliarden Euro. Ihre Rechtsgrundlage bildet das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG Bln), und sie untersteht der Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Historisch geht die Behörde auf das am 25. März 1809 gegründete Königlich Preußische Polizeipräsidium zurück, dessen erster Präsident Karl Justus von Gruner war. Ein Meilenstein erfolgte am 23. Juni 1848 auf Anordnung von König Friedrich Wilhelm IV. mit der Gründung der Königlichen Schutzmannschaft, die als direkter Vorläufer der heutigen Schutzpolizei gilt und bewusst eine zivile, unauffällige Uniform – nach Vorbild der Londoner Polizei mit Zylinder und Gehrock – trug, um militärische Härte zu vermeiden. In den folgenden Jahren entstanden bis 1854 spezialisierte Einheiten wie Kriminal-, Sitten- und Marktpolizei, und die Truppe konnte gewaltsame Proteste wie die Moritzplatz-Krawalle (1863) oder den Moabiter Klostersturm (1869) ohne Hilfe der Armee bewältigen.