Bewehrungsstahl
Bewehrungsstahl (auch Betonstahl oder Armierungseisen) ist die unverzichtbare Verstärkung von Stahlbetonbauteilen und wird in der Schalung mit Beton vergossen. In Deutschland kommt heute fast ausschließlich die Sorte B500 mit einer charakteristischen Streckgrenze von 500 N/mm² zum Einsatz, die normativ durch die DIN 488 und die Eurocodes (EN 1992) geregelt ist und u. a. als Stabstahl, Matten, Ringe oder Draht geliefert wird. Moderne Betonstähle besitzen einen Elastizitätsmodul von rund 200.000 bis 210.000 N/mm², sind grundsätzlich schweißgeeignet und werden je nach Verformungsvermögen in die Duktilitätsklassen A, B und C eingeteilt – wobei Klasse C mit reduzierter Fließgrenze speziell für Erdbebenregionen vorgesehen ist. Um den Verbund mit dem Beton zu verbessern, sind alle Stähle mit Rippen versehen, die für eine mechanische Verzahnung sorgen und so eine effiziente Kraftübertragung über kurze Verbundlängen ermöglichen. Vor Korrosion schützt den Stahl üblicherweise das alkalische Milieu des Betons (pH-Wert 12–14), wobei Gefahr durch Risse, Chloride aus Tausalz oder Meerwasser sowie eine unzureichende Betonüberdeckung droht.
Source: Bewehrungsstahl — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German