B

B ist der zweite Buchstabe des lateinischen Alphabets und kommt in deutschen Texten mit einer durchschnittlichen Häufigkeit von 1,89 % vor. Er steht im Deutschen meist für den stimmhaften bilabialen Plosiv [b], wird jedoch am Wort- und Silbenende sowie vor stimmlosen Konsonanten als stimmloses [p] gesprochen – diese Erscheinung wird als Auslautverhärtung bezeichnet. Seine Herkunft reicht bis zum phönizischen Zeichen Bet („Haus“) zurück, das die Griechen als Beta übernahmen und später die Römer unverändert in das lateinische Alphabet aufnahmen, während die Etrusker den Buchstaben wegen fehlender stimmhafter Verschlusslaute wieder verwarfen. In einigen Dialekten wird das B als Reibelaut ausgesprochen, und im Fingeralphabet dargestellt wird es als geöffnete Hand mit eingeklapptem Daumen. Zudem existieren zahlreiche abgewandelte Formen wie Ƀ, Ɓ oder Ḃ sowie Ableitungen in kyrillischen und anderen Schriften.