Miniserie

Eine Miniserie (auch limitierte Serie genannt) erzählt eine vollständige, in sich abgeschlossene Geschichte in mehreren Episoden, die als Ganzes konzipiert und meist zusammen abgedreht werden – im Gegensatz zu laufenden Serien, die über mehrere Staffeln fortgesetzt werden können. Die Abgrenzung wurde durch Regeländerungen der Hollywood Foreign Press Association (2014) und der Fernsehakademie (2015) präzisiert, die die Kategorie offiziell in „limitierte Serie“ umbenannten und sie inhaltlich definierten: Entscheidend ist, dass die Handlung nicht über mehrere Staffeln mit denselben Hauptfiguren fortgesetzt wird, unabhängig von der Episodenzahl. Der Begriff entstand in den USA bereits in den 1960er-Jahren mit der ABC-Dokumentation The Rise and Fall of the Third Reich, wurde aber erst durch Produktionen wie Rich Man, Poor Man (1976) und den Riesenerfolg Roots (1977) populär. Ab etwa dem Jahr 2000 erlebte das Format einen bis heute anhaltenden Boom, zu dessen bekanntesten Beispielen Band of Brothers – Wir waren wie Brüder (2001) und The Pacific (2010) zählen. Heute wird der deutsche Begriff „Mehrteiler“ zunehmend durch „Miniserie“ verdrängt, wobei auch Serien wie True Detective oder Fargo aufgrund ihrer in sich abgeschlossenen Staffeln als limitierte Serien gelten.