Vaterland (2026)
Das Schwarzweiß-Drama Vaterland (international: Fatherland) von Paweł Pawlikowski aus dem Jahr 2026 begleitet den Schriftsteller Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter Erika (Sandra Hüller) im Juli und August 1949 auf ihrer Reise ins geteilte Nachkriegsdeutschland. Die europäische Koproduktion (Polen, Deutschland, Italien, Frankreich) wurde im Mai 2026 im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele von Cannes uraufgeführt, gewann dort den Preis für die beste Regie und kam am 3. September 2026 in die deutschen Kinos. Die Handlung führt zu den Goethepreis-Verleihungen in Frankfurt und Weimar, wo Thomas mit Hassbriefen und dem Vorwurf des Vaterlandsverrats konfrontiert wird, während Erika bei einem Empfang ihren Ex-Mann Gustaf Gründgens ohrfeigt. Kurz darauf erreicht die beiden die Nachricht vom Selbstmord ihres Bruders Klaus, doch Thomas setzt seine Reise in die sowjetische Besatzungszone fort, wo sie unter anderem auf Funktionäre wie Johannes R. Becher treffen und erleben, wie ein Dissident von der SMAD abgeführt wird. Erika zieht sich zunehmend verstummt zurück, und der Film endet mit einer Szene in einer zerstörten Kirche mit funktionierender Orgel – ein beklemmendes Sinnbild für die zerrissene Nation in der beginnenden McCarthy-Ära.
Source: Vaterland (2026) — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German