Das Spiel ist aus

Das 1943 geschriebene und 1947 erschienene Drehbuch „Das Spiel ist aus“ (frz. Les jeux sont faits) von Jean-Paul Sartre wurde bereits im selben Jahr von Jean Delannoy verfilmt. Die Handlung spielt in einem imaginären faschistischen Staat, in dem die vergiftete Ève Charlier und der erschossene Widerstandskämpfer Pierre Dumaine gleichzeitig sterben, sich als Geister begegnen und ineinander verlieben. Sie erhalten die Chance, ins Leben zurückzukehren, wenn sie es schaffen, innerhalb von 24 Stunden einander uneingeschränkt zu vertrauen, scheitern jedoch an ihrer ungleichen sozialen Herkunft und ungelösten Konflikten, was zu ihrem erneuten gewaltsamen Tod führt. Entgegen einer häufigen Annahme liegt dem Werk laut Sartre selbst nicht der Existentialismus zugrunde, sondern der Determinismus, da der Existentialismus kein Ende des Spiels zuließe. Formal als Drehbuch mit auktorialer Perspektive und knappen Schauplatzbeschreibungen konzipiert, spielt das Stück zudem provokant mit der Idee eines Lebens nach dem Tod, in dem die Verstorbenen nur noch passive Beobachter der realen Welt sind.