Arafat Abou-Chaker

Arafat Abou-Chaker (*1976 in West-Berlin) ist ein deutsch-palästinensischer Geschäftsmann und ein führendes Mitglied des Abou-Chaker-Clans, der vor allem als langjähriger Manager des Rappers Bushido (2008–2017) bekannt wurde. Seine Familie stammt aus palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon, und sein Bruder Mohammed wurde als Drahtzieher des spektakulären Pokerraubs im Berliner Grand Hyatt zu sieben Jahren Haft verurteilt. Nach dem Zerwürfnis mit Bushido 2017 folgten jahrelange Rechtsstreitigkeiten, in denen Abou-Chaker 2023 zur Rückzahlung von über zwei Millionen Euro an den Rapper verurteilt wurde. Bereits seit 1991 ist er bei der Berliner Justiz aktenkundig; 2019 wurde er wegen Körperverletzung verurteilt (später in eine Geldstrafe umgewandelt), und 2024 folgte eine Geldstrafe wegen unerlaubter Tonbandaufnahmen. Für öffentliche Empörung sorgte 2023 sein pro-Hamas-Posting nach dem Terrorangriff auf Israel, während ihm generell Sympathien für Salafismus nachgesagt werden – er besucht regelmäßig die einschlägige Al-Nur-Moschee. 2024 veröffentlichte er zudem das umstrittene Buch „Klartext – Die wunderbare Vergangenheit des Herrn Bushido“, dem Plagiate vorgeworfen wurden und das wegen sexistischer Angriffe auf Bushidos Frau kritisiert wurde.