Alexandra von Hannover und Cumberland

Prinzessin Alexandra von Hannover und Cumberland (1882–1963) war die zweite Tochter des letzten hannoverschen Kronprinzen Ernst August und seiner dänischen Gemahlin Thyra; sie verbrachte ihre Kindheit im österreichischen Exil in Gmunden. Am 7. Juni 1904 heiratete sie auf Schloss Cumberland den Erbgroßherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin und wurde damit die letzte Großherzogin des Landes – zur Feier der Hochzeit ließ die Regierung sogar spezielle Zwei- und Fünfmarkstücke mit ihren Porträts prägen. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, darunter der Erbgroßherzog Friedrich Franz (1910–2001); der tragische frühe Tod der Tochter Olga (1916–1917) veranlasste sie jedoch, sich ab 1917 intensiv der Verbesserung der Säuglings- und Kleinkindfürsorge zu widmen. Zu diesem Zweck gründete sie die „Olga-Stiftung“ und das „Alexandrawerk“, das unter ihrer Schirmherrschaft 1919 ein Säuglingsheim in Schwerin-Ostorf errichtete. Darüber hinaus war sie durch die Heirat ihres Bruders Ernst August mit Viktoria Luise von Preußen eng mit dem Kaiserhaus Hohenzollern verschwägert und pflegte eine lebenslange Freundschaft mit der Kronprinzessin Cecilie.