Horrem (Kerpen)
Horrem ist ein Ortsteil der Stadt Kerpen im Rhein-Erft-Kreis, etwa am östlichen Ufer der Erft gelegen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 864 als „Horoheim“ – der Name bedeutet so viel wie „Sumpfheim“ – und war schon in römischer Zeit für seine fruchtbaren Lössböden bekannt, auf denen Legionäre Getreide für Köln anbauten.
Bis 1975 war Horrem eine eigenständige Gemeinde, wurde dann durch das Köln-Gesetz nach Kerpen eingemeindet. Historisch prägend war die Herrschaft der Familie von Merode (14.–17. Jahrhundert), deren rot-weißes Wappen noch heute im Ortswappen erscheint. Zu Horrem gehört auch der Ortsteil Götzenkirchen, in dessen Nähe 2005 der 20. Weltjugendtag auf dem „Marienfeld“ stattfand.
Heute ist Horrem vor allem als Verkehrsknotenpunkt bekannt: Der Bahnhof verbindet die Strecken nach Köln, Aachen und Düsseldorf und wird vom NRW-Express (RE 1), der am stärksten ausgelasteten Zugverbindung Deutschlands, angefahren. Seit 2012 wurde dort „Deutschlands erster grüner Bahnhof“ nach streng ökologischen Kriterien neu errichtet. Technisch bemerkenswert ist zudem, dass durch den Bahnhof der „Horremer Sprung“ – eine tektonische Verwerfung – verläuft, weshalb die Schienen dort dehnbar montiert sind.
Source: Horrem (Kerpen) — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German