WannaCry

Im Mai 2017 legte der Cyberangriff mit der Ransomware WannaCry (auch Wana Decrypt0r 2.0) weltweit über 230.000 Computer in 150 Ländern lahm und forderte Lösegeld in Bitcoin. Das Schadprogramm verschlüsselte Benutzerdateien auf ungepatchten Windows-Systemen und verbreitete sich als Netzwerkwurm über die Sicherheitslücke MS17-010 im SMB-Protokoll. Diese Lücke wurde ursprünglich vom US-Geheimdienst NSA über Jahre ausgenutzt (Exploit EternalBlue), bevor sie von der Gruppe The Shadow Brokers veröffentlicht wurde; Microsoft stellte den Patch erst am 14. März 2017 bereit. Der Angriff traf unter anderem den britischen Gesundheitsdienst NHS, Telefónica, FedEx, Renault und die Deutsche Bahn, wo Anzeigetafeln ausfielen. Die Ausbreitung wurde am 12. Mai durch den Sicherheitsforscher Marcus Hutchins gestoppt, der einen im Code versteckten "Kill-Switch" (eine unregistrierte Domain) entdeckte und registrierte.