Zwei-Faktor-Authentisierung

Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) bezeichnet ein Sicherheitsverfahren, bei dem sich ein Nutzer mit zwei unabhängigen Komponenten aus unterschiedlichen Kategorien – etwa Besitz (Bankkarte, Smartphone), Wissen (PIN, Passwort) und biometrischen Merkmalen (Fingerabdruck) – legitimieren muss. Sie wird unter anderem vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlen und ist seit 2018 durch die EU-Zahlungsdiensterichtlinie im europäischen Bankwesen verpflichtend. Auch Plattformen wie Google, Amazon oder E-Mail-Anbieter bieten 2FA an, da schwache oder wiederverwendete Passwörter ein häufiges Sicherheitsrisiko darstellen. Einmalpasswörter, die nur kurz gültig sind, erschweren Angriffe durch Keylogger oder Passwort-Mitlesen. Eine mittelbare Zwei-Faktor-Authentisierung nutzt das stets mitgeführte Mobiltelefon als Besitzfaktor, sodass kein zusätzliches Token nötig ist – der Nutzer gibt dann etwa Passwort und ein dynamisch erzeugtes Einmalkennwort ein. Dadurch wird der Zugang deutlich sicherer, ohne dass ein separates Gerät mitgeführt werden muss.