Brand im Hohen Venn 2026

Der Brand im Hohen Venn 2026 brach am 14. August 2026 in der belgischen Gemeinde Baelen aus und entwickelte sich zum größten Flächenbrand auf belgischem Gebiet seit 1911, wobei rund 3.400 Hektar Hochmoor- und Heidelandschaft betroffen waren. Vermutlich durch eine Landmaschine ausgelöst, breitete sich das Feuer rasant aus, was zur Evakuierung von rund 600 Einwohnern in belgischen Orten wie Sourbrodt und Küchelscheid sowie später auch deutscher Gebiete in Monschau führte. Belgien aktivierte daraufhin den EU-Katastrophenschutz-Mechanismus, woraufhin unter anderem niederländische Chinook-Hubschrauber, deutsche NH90-Hubschrauber der Bundeswehr und schwedische Löschflugzeuge zur Unterstützung anrückten. Obwohl der Brand am 19. August unter Kontrolle gebracht werden konnte, ist die Bekämpfung wegen aufflammender Glutnester (Zombiefeuer) bis Anfang September noch nicht abgeschlossen. Das gesamte Naturschutzgebiet bleibt gesperrt, da neben Glutnestern auch instabile Bäume, giftige Rauchgase und Explosionsgefahr durch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg bestehen. Da es sich um ein entwässertes Hochmoor handelt, brennen die teils meterhohen Torfschichten, was die Löscharbeiten erheblich erschwert.