Rainer Wendt

Rainer Wendt (geboren am 29. November 1956 in Duisburg) ist ein deutscher Gewerkschaftsfunktionär, der von 2007 bis 2026 als Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) amtierte. Nach einer Ausbildung bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen und einem Studium zum Diplom-Verwaltungswirt arbeitete er rund 25 Jahre im Schichtdienst in Duisburg, bevor er 1997 Landesvorsitzender der DPolG in NRW und 2007 deren Bundesvorsitzender wurde; 2011 und 2015 wurde er mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt. Wendt, der seit den 1970er Jahren CDU- und seit den 1980er Jahren CSU-Mitglied ist, gilt als polarisierende Figur, die bewusst auf mediale Präsenz setzt, was ihm sowohl Aufmerksamkeit als auch Kritik einbrachte. In der Öffentlichkeit sorgte 2017 ein Bericht von Report München für Aufsehen, wonach er als Polizeihauptkommissar weiterbesoldet wurde, ohne seinen Dienst auszuüben; nach anfänglichem Dementi gab er zu, nicht die ganze Wahrheit gesagt zu haben. Im Februar 2017 wurde er in den Ruhestand versetzt, und im April 2026 kandidierte er nicht erneut für den Bundesvorsitz, woraufhin ihm Heiko Teggatz nachfolgte. Privat ist Wendt zum dritten Mal verheiratet und Vater von fünf Kindern; im Vorfeld der Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern wurde er in das Kompetenzteam des CDU-Spitzenkandidaten Daniel Peters berufen.