Fabian Wolff

Fabian Wolff (geboren 1989 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Journalist und Publizist, der 2023 durch die sogenannte „Kostümjuden“-Debatte bekannt wurde. Er behauptete jahrelang, mütterlicherseits von jüdischen Vorfahren abzustammen, und schrieb für renommierte Medien wie Die Zeit, Der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung, bevor er im Juli 2023 auf Zeit Online öffentlich machte, dass diese Herkunft auf falschen Aussagen seiner Mutter basierte. Dies löste eine heftige Debatte aus, da Wolff zuvor linke, israelkritische Positionen und die BDS-Kampagne vertreten hatte; die Jüdische Allgemeine prägte daraufhin den Begriff „Kostümjuden“. Ein Faktencheck von Zeit Online im August 2023 ergab zwar Indizien, die Wolffs Darstellung stützen, dass seine Mutter ihn im Glauben einer jüdischen Identität aufzog, jedoch blieben Zweifel am Zeitpunkt seiner eigenen Zweifel. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, verurteilte die erfundene Betroffenenperspektive, während der Historiker Michael Wolffsohn in der NZZ kritisierte, dass Linke einen „Juden“ für ihren eigenen Antisemitismus delegierten. Wolff, der als Lehrer in Berlin arbeitet, hatte sich zuvor von der Jüdischen Allgemeinen getrennt, nachdem diese einen Artikel von Ahmad Mansour über Judenhass veröffentlichte.