Unwetter im Alpen-Adria-Raum im Herbst 2018

Im Herbst 2018 kam es im Alpen-Adria-Raum zu schweren Unwettern, die von Ende Oktober bis in den November hinein in Ländern wie Italien, Österreich, Kroatien und der Schweiz wüteten. Ursache war eine blockierende Hochdrucklage über Osteuropa, die atlantische Tiefs zu sogenannten Cut-Off-Tiefs über dem Mittelmeer abdrängte, die in Kombination mit einer Föhnlage zu extremen Regenmengen und orkanartigen Sturmböen führten. Das Haupttief wurde in Deutschland „Vaia“ (in Frankreich „Adrian“) genannt und verursachte verbreitet Überschwemmungen, Murenabgänge, Stromausfälle und massive Sturmschäden. Besonders betroffen waren in Österreich Kärnten und Osttirol, wo man sich auf ein 100-jährliches Hochwasser vorbereitete, den Völkermarkter Stausee absenkte und am Plöckenpass 627 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen wurden. Durch den Föhnsturm wurden ganze Waldflächen gefällt, was zu 1,7 Millionen Festmetern Schadholz führte und viele Täler zeitweise von der Außenwelt abschnitt. Nach dem Abzug von „Vaia“ sorgten die nachfolgenden Tiefs „Wenke“ und „Xena“ Anfang November für weitere Schäden, da das noch warme Meerwasser erneut große Mengen Feuchtigkeit lieferte.