Walter Wadephul

Der deutsche Bildhauer Walter Wadephul (1901–1968) wurde in Putzar geboren und studierte bei namhaften Künstlern wie Bernhard Bleeker und Fritz Klimsch in München, Berlin und Breslau. Nach seinem Umzug nach Bremen im Jahr 1951 prägte er dort den öffentlichen Raum mit zahlreichen Skulpturen aus Bronze und Beton, die oft auf Schulhöfen und Spielplätzen zu finden sind. Sein künstlerischer Stil zeichnet sich durch eine reduzierte, zum Minimalismus tendierende Formensprache aus, wie sie etwa in Werken wie Die Schreitende (1958) oder Der Flötenspieler (1963) sichtbar wird. In der NS-Zeit trat er 1933 der NSDAP bei, und 1937 wurden mehrere seiner Plastiken im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst" beschlagnahmt und zerstört. Er starb 1968 in Bremen und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Waldfriedhof Blumenthal; viele seiner Werke, darunter Brunnenplastiken und Tierfiguren, sind bis heute im öffentlichen Raum Bremens erhalten.