Doping im Fußball
Doping im Fußball hat eine lange Geschichte, die bis in die 1920er Jahre zurückreicht – schon damals soll der FC Arsenal seinen Spielern vor einem Spiel Tabletten verabreicht haben, die offenbar Amphetamine enthielten. In den 1950er Jahren wurden bei der deutschen Nationalmannschaft nach dem WM-Sieg 1954 verunreinigte Spritzen mit dem Aufputschmittel Pervitin nachgewiesen, wie eine spätere Studie ergab. In Italien gaben in einer Umfrage aus den 1950er Jahren viele Profis die Einnahme von Amphetaminen und Steroiden zu, und in den 1960er Jahren beschuldigte Ferruccio Mazzola seinen Trainer bei Inter Mailand, Dopingmittel verabreicht zu haben – was der Verein vor Gericht verlor. Auch in England und den Niederlanden war Doping verbreitet: Der FC Everton verteilte in den 1960er Jahren Benzedrin an seine Spieler, und in den 1970er Jahren berichteten Stars wie Johnny Rep von regelmäßigen Injektionen bei Ajax Amsterdam vor wichtigen Partien. Diese Beispiele zeigen, dass leistungssteigernde Mittel im Profifußball über Jahrzehnte hinweg weit verbreitet waren, oft mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für die Spieler.
Source: Doping im Fußball — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German