Rasen

Ein Rasen ist eine anthropogene, kurz geschnittene Grasfläche im Siedlungsbereich, die nicht landwirtschaftlich genutzt wird und durch regelmäßiges Mähen auf eine Höhe von ein bis zehn Zentimetern wetterunabhängig begehbar bleibt. Typische Gräser sind Deutsches Weidelgras, Rispengras, Schwingel und Straußgras, wobei man zwischen robustem Gebrauchsrasen, empfindlichem Zierrasen (englischer Rasen) und Schattenrasen unterscheidet. In Deutschland dienen die Regelsaatgutmischungen (RSM) nach DIN 18917 und DIN 18035 als Qualitätsstandard, während die Pflege neben dem Mähen auch Düngung, Vertikutieren und Bewässerung umfasst. Ökologisch ist ein getrimmter Rasen jedoch äußerst wertlos, da er kaum Lebensraum bietet, wohingegen eine blütenreiche Wiese bis zu 3.000 Einzelpflanzen mit 60 Arten beherbergen kann. Somit steht der gepflegte Rasen im Spannungsfeld zwischen Ästhetik und Ökologie, wobei selten gemähte, höher wachsende Grasflächen als Wiesen bezeichnet werden.