Kerpen

Kerpen ist eine große kreisangehörige Stadt im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen, die westlich von Köln im rheinischen Braunkohlerevier liegt und seit 2012 den offiziellen Beinamen „Kolpingstadt“ trägt. Mit rund 66.000 Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt des Kreises und umfasst auch Teile des Hambacher Tagebaus und des Hambacher Forstes. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 871 zurück, als der Ort erstmals als „Kerpinna“ urkundlich erwähnt wurde; die mittelalterliche Burg spielte eine wichtige Rolle. Nach der Schlacht von Worringen 1288 wurde Kerpen eine brabantische Exklave und gehörte später zu den Spanischen Niederlanden, bis es 1712 im Frieden von Utrecht endgültig an andere Herrschaften fiel. Heute ist die Stadt konfessionell stark durchmischt: Laut Zensus 2022 sind nur noch etwa 39 % katholisch und 13 % evangelisch, während fast die Hälfte keiner der großen Kirchen angehört.