Bad Abbach

Bad Abbach (bis 1934 nur Abbach) ist ein Markt und Kurort im niederbayerischen Landkreis Kelheim, idyllisch im Donautal zwischen Kelheim und Regensburg gelegen. Die Geschichte reicht weit zurück: Schon in der Römerzeit gab es hier eine Militärziegelei, und die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 911, als ein deutsches Heer von den Ungarn geschlagen wurde. Der Überlieferung nach wurde hier 973 der spätere Kaiser Heinrich II. geboren; 1210 verlieh Herzog Ludwig I. der Siedlung die Marktrechte, was einen wirtschaftlichen Aufschwung durch eine Zollstation einleitete. Bereits 1262 wurden die Schwefelquellen urkundlich erwähnt, und seit dem 15. Jahrhundert gibt es einen geregelten Badebetrieb – prominente Kurgäste wie Kaiser Karl V. (1532) und Kurfürstin Maria Anna (1754) schätzten die heilende Wirkung. Heute prägen die Schleuse mit Kraftwerk an der Donau, eine Fußgängerbrücke zur „Freizeitinsel“ sowie das Hanselberg-Gebiet mit Jura-Felsen und einer Alpenvereinshütte das Bild des Ortes. An der B 16 erinnert zudem ein Felsdenkmal aus dem 18. Jahrhundert an eine Felssprengung zu Ehren von Kurfürst Karl Theodor.