Trierer Goldmünzenschatz
Der Trierer Goldmünzenschatz wurde 1993 bei Bauarbeiten an der Feldstraße in Trier entdeckt und ist mit 2650 Aurei (rund 18,5 Kilogramm) der größte Goldmünzenfund der römischen Kaiserzeit. Gefunden wurde er von Hobby-Münzsammlern, die am 9. September 1993 zunächst einzelne Münzen im Erdaushub fanden und später mit einem Metalldetektor einen „Goldhaufen“ sowie den unteren Teil eines Bronzegefäßes entdeckten; weitere Münzen tauchten am Hotel Kockelsberg auf, wohin der Aushub gebracht worden war. Mehr als 99 Prozent der Münzen wurden zwischen 63 und 168 n. Chr. geprägt, und der reine Goldwert des Schatzes beträgt heute etwa 1,1 Millionen Euro, während sein ideeller Wert als antikes Artefakt unbezahlbar ist. Die jüngsten Münzen stammen aus den Jahren 193 bis 196 n. Chr., was auf einen Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg zwischen Septimius Severus und Clodius Albinus hindeutet, in dessen Verlauf Trier 196 belagert wurde. Aufgrund der enormen Summe (265.000 Sesterzen) und der Art der Aufbewahrung wird vermutet, dass es sich eher um ein staatliches oder militärisches Depot handelte als um privaten Besitz. Heute zählt der Schatz zu den herausragenden Exponaten im Rheinischen Landesmuseum Trier.
Source: Trierer Goldmünzenschatz — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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