Xavier Naidoo

Der deutsche Soul- und R&B-Sänger Xavier Naidoo ( 2. Oktober 1971 in Mannheim) gründete die Band Söhne Mannheims sowie die Labels Beats Around the Bush und Naidoo Records; sein Debütalbum „Nicht von dieser Welt" verkaufte sich ab 1998 über eine Million Mal und erreichte – wie fünf weitere Soloalben – Platz eins der Charts. Seine oft christlich-apokalyptischen Liedtexte wurden jedoch von Kontroversen überschattet, da seine Aussagen als rechtspopulistisch, rassistisch und antisemitisch eingestuft wurden, inklusive Holocaustleugnung und der Verbreitung der „Protokolle der Weisen von Zion". Zudem vertrat er Verschwörungstheorien von Reichsbürgern und QAnon sowie wissenschaftsfeindliche Positionen, wodurch er zu einer bekannten Figur der Querdenker-Bewegung* wurde. Nachdem er sich 2022 entschuldigt und teilweise distanziert hatte, verbreitete er 2026 jedoch erneut Verschwörungstheorien. Privat prägte ihn ein Bekehrungserlebnis 1992, während er davor als Koch, Model und Türsteher arbeitete – und 2000 wegen Drogenbesitzes und Fahrens ohne Führerschein zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde.