Ahaus

Ahaus liegt im westlichen Münsterland im Kreis Borken und grenzt direkt an die Niederlande, wobei rund 80 Prozent der Stadtfläche aus Wald- und Landwirtschaftsflächen bestehen. Nach der ersten Erwähnung im Jahr 1030 verlieh man dem Ort 1391 die Stadtrechte und gliederte ihn 1406 in das Hochstift Münster ein. Eine Besonderheit war die Gründung der ersten deutschen Fayence-Manufaktur im Jahr 1653; zugleich entstand ab 1688 das barocke Schloss Ahaus nach Plänen von Ambrosius von Oelde. Nach der Zugehörigkeit zum Fürstentum Salm (ab 1803) und zu Preußen (ab 1815) richtete Hermann Oldenkott 1819 eine Tabakfabrik im Schloss ein. Das Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, aber 1949 wiederaufgebaut – heute ist Ahaus dank seiner Lage an der Grenze zur niederländischen Großstadt Enschede ein moderner Wirtschafts- und Wohnstandort.