Cholesterin
Cholesterin ist ein fettartiger Naturstoff, den fast alle Tiere und Menschen selbst herstellen können und der als essenzieller Bestandteil aller Zellmembranen für Stabilität und Nervenfunktion sorgt. Der Stoff wurde bereits im 18. Jahrhundert in Gallensteinen entdeckt und erhielt 1824 durch den französischen Chemiker Eugène Chevreul seinen Namen. Im Körper dient Cholesterin unter anderem als Vorstufe für wichtige Substanzen wie Steroidhormone (z. B. Testosteron), Gallensäuren und Vitamin D, wobei ein erwachsener Mensch etwa 140 g davon enthält. Für den Transport im Blut wird es an Lipoproteine gebunden, wobei erhöhte LDL-Werte als bedeutender Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall gelten – in Österreich werden rund 8,2 % der vorzeitigen Todesfälle darauf zurückgeführt. Während Cholesterin vor allem in tierischen Fetten wie Butter (2340 mg/kg) vorkommt, enthalten Pflanzen und Bakterien kaum Cholesterin, da diese auf andere, strukturell ähnliche Sterole zurückgreifen.
Source: Cholesterin — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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