Rottenwarnanlage
Rottenwarnanlage (auch ATWS) ist eine Sicherheitseinrichtung im Gleisbau, die Baustellenpersonal vor herannahenden Zügen warnt – meist über alle 30 Meter montierte Signal- und akustische Warnmelder, die per Radkontakt aktiviert werden. Sie ist nötig, weil viele Arbeiten „unter rollendem Rad“ stattfinden, also ohne vollständige Gleissperrung. Systembedingt ist sie sehr laut (97–126 dB), um Gehörschutz und Maschinenlärm zu übertönen; seit 2019 müssen moderne Systeme die Lautstärke an die Umgebung anpassen. Individuelle Warnsysteme (z. B. Ohrstöpsel) gelten als unzureichend und können die kollektive Warnung nur ergänzen. Ein Großversuch von 1972 mit Lichtsignalen statt Tönen setzte sich nicht durch. Auf Schnellfahrstrecken wie Mannheim–Stuttgart kommt heute das System AKA-L 90 zur Selbstsicherung zum Einsatz.
Source: Rottenwarnanlage — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German