Landkreis Ostprignitz-Ruppin

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin liegt im Nordwesten Brandenburgs und ist mit rund 2.500 Quadratkilometern der drittgrößte Landkreis des Bundeslandes sowie der neuntgrößte Deutschlands. Er entstand am 6. Dezember 1993 durch die Zusammenlegung der Landkreise Wittstock, Kyritz und Neuruppin und umfasst heute 23 Gemeinden, darunter Städte wie Neuruppin, Wittstock/Dosse und Rheinsberg. Eine Besonderheit der Geschichte ist der ehemalige Truppenübungsplatz Wittstock („Bombodrom“), dessen Ausbau zur Luft-Boden-Schießanlage jahrelang umstritten war, bis Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung 2009 den Verzicht erklärte. In der Politik wird der Landkreis seit 2010 von Landrat Ralf Reinhardt (SPD) geführt, der 2018 zunächst das Wahlquorum verfehlte, aber vom Kreistag gewählt wurde und 2026 im Amt bestätigt wurde. Das am 2. Mai 1993 genehmigte Wappen zeigt einen Adler (Grafen von Arnstein), eine Lilie (Grafen von Plotho) und eine Mitra (Bischof von Wittstock), die die historischen Herrschaftsverhältnisse symbolisieren. Naturräumlich besticht die Region durch die Wittstock-Ruppiner Heide, das Rheinsberger Seengebiet und das Rhinluch, was sie zu einem attraktiven Ziel für Naturliebhaber macht.