Luftkorridor (Berlin)
Die Berliner Luftkorridore waren drei etwa 20 Meilen breite Flugrouten, die von 1945 bis 1990 West-Berlin mit Westdeutschland verbanden und vor allem die Flughäfen Gatow, Tempelhof und Tegel ansteuerten. Ihre Grundlage bildete eine Vereinbarung der vier Siegermächte vom 30. November 1945, nachdem die Sowjetunion zunächst nur provisorische Korridore für die Potsdamer Konferenz geduldet hatte. Alle Flüge mussten über die Luftsicherheitszentrale Berlin (BASC) angemeldet und von allen vier Mächten freigegeben werden; die Sowjetunion blockierte oft mit dem Vermerk „Sicherheit des Fluges nicht garantiert“ und setzte inoffiziell Beschränkungen für Transportflugzeuge und Flughöhen durch. Die Korridore trugen die Namen Hamburg, Bückeburg und Frankfurt und führten in die jeweiligen westlichen Besatzungszonen. Besondere Bedeutung erlangten sie während der Berliner Luftbrücke 1948/49, als sie die einzige Versorgungsroute für die blockierte Stadt darstellten. Trotz des sowjetischen Ausstiegs aus dem Alliierten Kontrollrat 1948 arbeiteten die Mächte im BASC bis zur Wiedervereinigung zusammen, und die USA bekräftigten 1959 mit einem Flug in 25.000 Fuß Höhe ihre Rechte.
Source: Luftkorridor (Berlin) — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German