Bechdel-Test
Der Bechdel-Test, den die US-Zeichnerin Alison Bechdel 1985 in ihrem Comic bekannt machte (die Idee stammte ursprünglich von ihrer Freundin Liz Wallace), ist ein einfaches Hilfsmittel, um die Unterrepräsentation und Stereotypisierung von Frauen in Spielfilmen aufzuzeigen. Er besteht aus drei simplen Fragen: Gibt es mindestens zwei Frauenrollen mit Namen, sprechen sie miteinander und unterhalten sie sich dabei über etwas anderes als einen Mann? Obwohl der Test eigentlich nur als Witz gedacht war, wurde er ab 2011 durch Medien wie den New Yorker einem breiten Publikum bekannt und von Kritikerinnen wie Anita Sarkeesian für Analysen genutzt. In der Praxis gilt er als leicht zu bestehen – dennoch scheitern viele Filme daran, so bestanden 2014 nur vier von neun Oscar-nominierten Filmen den Test. Institutionen wie das Schwedische Filminstitut (seit 2013) und der EU-Förderfonds Eurimages verankerten ihn daraufhin offiziell in ihren Vergaberichtlinien als „A“-Rating, während bei der Berlinale 2014 sogar nur 3 von 20 Filmen die Kriterien erfüllten – ein Beleg dafür, wie tief die Geschlechterklischees in der Filmindustrie noch verankert sind.
Source: Bechdel-Test — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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