Französisch-Guayana

Französisch-Guayana ist ein französisches Überseedépartement (Nr. 973) im Nordosten Südamerikas, das an Brasilien und Suriname grenzt – die längste Grenze Frankreichs zu einem anderen Land verläuft hier – und als Teil der EU den Euro nutzt, jedoch nicht zum Schengen-Raum gehört. Mit rund 83.846 Quadratkilometern ist es fast so groß wie Österreich, wobei 90 % der Fläche von tropischem Regenwald bedeckt sind und die Bevölkerung überwiegend an der Küste lebt, wo sich die Hauptstadt Cayenne befindet.

Politisch besteht seit 2015 die einheitliche Gebietskörperschaft Collectivité Territoriale de Guyane, und das tropische Monsunklima sorgt für ganzjährige Temperaturen um 28 Grad Celsius. Die Geschichte reicht bis zur Ankunft Christoph Kolumbus' im Jahr 1498 zurück, doch berüchtigt wurde das Land vor allem durch die französische Strafkolonie auf den Îles du Salut (inklusive der Teufelsinsel), die von 1852 bis 1951 bestand. Bekannt als „Archipel der Verdammten", ist diese historische Anlage bis heute ein markantes Symbol für die bewegte Vergangenheit dieser einzigartigen Überseeregion Europas in Südamerika.