SPD Sachsen-Anhalt
Der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt blickt auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück, die eng mit der Stadt Magdeburg verbunden ist – hier wurde 1901 der spätere SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer geboren, und schon 1890 erhielt die Partei auf ihrem Parteitag in Halle ihren bis heute gültigen Namen „Sozialdemokratische Partei Deutschlands“. Während der Weimarer Republik war die SPD im Freistaat Anhalt die dominierende Kraft und trug maßgeblich dazu bei, dass das Bauhaus nach Dessau kam und Weltruhm erlangte. In der NS-Zeit leisteten Sozialdemokraten wie Gerhart Seger Widerstand – seine spektakuläre Flucht aus dem KZ Oranienburg inspirierte Anna Seghers zu ihrem Roman „Das siebte Kreuz“. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die erzwungene Vereinigung mit der KPD 1946 dazu, dass viele prominente Sozialdemokraten wie Ernst Thape und Willi Brundert in den Westen fliehen mussten. Erst nach der friedlichen Revolution 1989 begann der Neuaufbau der Partei, die seit der Neugründung des Landes 1990 wieder ein eigenständiger Landesverband ist. Heute prägt die SPD Sachsen-Anhalt die Landespolitik mit und knüpft dabei an ihre wechselvolle, aber stets kämpferische Tradition an.
Source: SPD Sachsen-Anhalt — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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